Arbeitsgemeinschaft Modell-Fort Sanssouci e.V.
Vereinigung zur Erforschung und Erhaltung preußischer Festungsbauten

Unterstüzen auch Sie die Restaurierung und Erhaltung des Modell-Forts im Park von Sanssouci! Jede Spende hilft!  
Vereinskonto: Arbeitsgemeinschaft Modell-Fort Sanssouci e. V. bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam,
Konto-Nr.: 100 095 6497,   BLZ: 160 50 000.

Aktuelles


Die aktuelle Meldung:

StadtteilfestPotsdam West am 17.06. 2017:
In diesem Jahr sind wir wieder mit einem Infostand dabei.
Bitte besuchen Sie uns!


Die aktuellen Termine des Vereins für 2017 finden Sie hier

Was vorher war, sehen Sie immer unter: Chronik des Vereins

Wir sind immer auf der Suche nach Fotos und Zeitzeugen. Näheres finden Sie unter Fotos gesucht

Die am häufigsten gestellte Frage lautet: Warum heißt es jetzt Modell-Fort, ich kenne es unter Prinzenspielplatz? Unsere Antwort hier.


Chronik 2017







Termine 2017



• reguläre Mitgliederversammlung: zweite Jahreshälfte 2017

• September - Vereinsschießen in Gadsdorf

• 10. September, Tag des offenen Denkmals, Info-Stand am Modell-Fort-Hügel


• 14.-15. Oktober: Unsere Vereinsexkursion findet in diesem Jahr zu den Festungen Heldrungen und Erfurt statt. Interessenten sind herzlich eingeladen.


„Prinzenspielplatz“ –  Fotos und Zeitzeugen gesucht!

Liebe Potsdamerinnen und Potsdamer!


Viele von Ihnen kennen das kaiserliche Modell-Fort von 1893 im Park von Sanssouci unter dem Namen „Prinzenspielplatz“ oder „Prinzenspielburg“.

Unser im August 2004 gegründeter Verein hat sich die Erhaltung und die Erforschung der Geschichte dieses einzigartigen Bauwerkes zum Ziel gesetzt.
Für uns gibt es noch viele offene Fragen, die vor allem den Zustand des Modell-Forts in der Zeit zwischen 1918 und 1989 betreffen, z.B. solche Fragen:

• wer hat in seinem privaten Fotoalbum noch Bilder vom „Prinzenspielplatz“?
Wir brauchen jedes Bild, um Einzelheiten für den geplanten Wiederaufbau rekonstruieren zu können. Alle Fotos können nützlich sein, auch wenn nur Teile vom Bauwerk zu sehen sind, auch Schnappschüsse von Ihren Kindern oder Enkeln mit kleinen Teilen im Hintergrund können uns weiterhelfen. Wir senden alle Bilder garantiert zurück, wir können aber auch zu Ihnen kommen und die Bilder aus Ihrem Album direkt abnehmen, falls sie eingeklebt sind - nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

• seit wann war das Fortmodell für die Öffentlichkeit zugänglich?

• Wer hat bis wann Reste der Kanonen oder anderer Bewaffnungsteile gesehen?

• wer kennt jene Schüler einer Potsdamer Schulklasse, die sich Anfang der achtziger Jahre freiwillig um das Modell-Fort gekümmert haben?

Wer uns bei diesen oder anderen Fragen helfen kann, den bitten wir um eine Kontaktaufnahme:

Arbeitsgemeinschaft Modell-Fort Sanssouci e.V.
Kontaktadresse: c/o Mario Vollert, Mittelstraße 32, 14467 Potsdam,
potsdam@modellfort-sanssouci.de
Kontakt-Telefon: Peter Feist, Berlin (stellv. Vorsitzender) 030-52 93 870

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Prinzenspielplatz?

Was ist eigentlich dran, an der Sache mit dem „Prinzenspielplatz“? Seit einer Weile führen wir eine Zeitzeugen-Aktion durch, die bisher viel erfolgreicher war, als wir angenommen hatten. Eines der wichtigsten bisherigen Ergebnisse ist eine größere Klarheit über das Gerücht vom Prinzenspielplatz.

Von Frau V. Maskow haben wir die Kopie eines „Illustrierten Führers durch Potsdam“, der 1914 erschienen ist, erhalten. Dadurch können wir endlich schlüssig erklären, wie es zu der Bezeichnung „Prinzenspielplatz“ gekommen ist. Es heißt dort über die Privatgärten der kaiserlichen Familie: „Im Dickicht, streng gehütet, ein Modell der Befestigungen von Helgoland, Geschenk Krupps an die Kaiserlichen Prinzen. Daneben liegen die Spielplätze der Kaiserlichen Kinder.“

Im Jahr 1990 erschien von Martin Schönemann eine Broschüre über das „wilhelminische Potsdam“, in der das Modell-Fort mit ähnlichen Formulierungen erläutert wird. Seitdem gibt es den Streit um die wahre Bedeutung des Baudenkmals.

Seit der Aktenveröffentlichung von Prof. Lacoste (2001) ist dieser Streit für die Fachleute entschieden, es handelt sich um ein für Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1893 errichtetes Modell-Fort. Es sollte für Kaiser Wilhelm II. eine Entscheidungshilfe sein. Obwohl also seit 2001 die Legende vom Spielplatz für die Prinzen eigentlich widerlegt ist, will das so mancher Verantwortliche in Potsdam immer noch nicht wahrhaben.

Interessant ist an dem alten Reiseführer, das sein Autor noch wußte, das unser Modell-Fort ein Geschenk der Firma Krupp war, eine Tatsache, die von der Forschung erst in jüngerer Zeit erkannt worden ist.
Die Sache mit dem „Prinzenspielplatz“ kann man durch diesen Text aber auch aufklären, denn die „Spielplätze der kaiserlichen Kinder“, lagen in unmittelbarer Nähe des Modell-Forts, der Name ist also nur ein paar Meter gewandert, was in der Geschichte häufiger vorkommt.
Eine andere Zeitzeugin, die sich nach dem Aufruf in der Potsdamer Sonntagszeitung bei uns gemeldet hat, berichtete davon, daß auch sie dort als Kind spielen durfte, wenn die kaiserliche Familie nicht in Potsdam war, was die Sache weiter erklärt.

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